So wird dein Vortrag 100%ig gut bewertet

Wann ist mein Vortrag gut und wer entscheidet ob er gut ist? Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler!

Die bittere Wahrheit über meine Oma

Es gibt einen ganz besonderen Unterschied zwischen meiner Oma und mir: Wenn dich meine Oma sympathisch findet, dann ist es völlig egal um was es in deinem Vortrag geht -


Sie wird direkt auch deinen Vortrag bombastisch gut finden.


Bei mir sieht das anders aus! Ich lass mich nicht von deiner wirklich ausgesprochen sympathischen Erscheinung und diesem bildhübschen Lächeln austricksen: Nein! Ich bleib hart aber fair: Ein guter Vortrag muss rhetorisch einwandfrei sein!


Was bedeutet eigentlich gut?

Der Duden definiert gut als: "den Ansprüchen genügend; von zufriedenstellender Qualität und oder ohne nachteilige Eigenschaften oder Mängel"


Spätestens jetzt kannst du eigentlich schon heraushören: Den Ansprüchen von jemandem genügend, oder zufriedenstellen.


"Gut" definiert also die Person, die dazu berufen wird über deinen Vortrag zu urteilen. Das bedeutet: Nur weil du, ich oder meine Oma deinen Vortrag gut finden, bedeutet das noch lange nicht: "Prüfer Professor Dr. Peter" findet ihn auch gut.


Prüfer haben übrigens die sonderbarsten Vorlieben! Glaub mir.


Meine ganz eigenen Erlebnisse mit Prüfenden

Den besten Beweis liefert einer meiner damaligen Professoren. Auch wenn ich später Sprechwissenschaften, Sprecherziehung und mündliche Kommunikation studiert habe, wenn du mich bei einem der Vorträge für meinen alten Professor damals gesehen hättest, du hättest dir gedacht:


"Schau an, der Andreas wird nach seinem Bachelor Abschluss sicherlich etwas mit Videoproduktion studieren". Bei meinem alten Professor sah mein Vortrag wirklich so aus:


Mein Redeanteil 5%


Videos und wilde Animationen 95%


Klar kannst du jetzt sagen: Rhetorisch einwandfreier Müll, wie kannst du nur Andreas. Aber lass mich dich vom Gegenteil überzeugen:


Was willst du erreichen?

Wenn es dein Ziel ist, eine gute Note in der Uni zu bekommen, dann ist es völlig legitim, wenn du es anders machst, wie alle andern. Wenn du deinem Prüfer DAS auf dem Silbertablett servierst, was er oder sie gut findet.


Da ist es völlig egal, was ich als wissenschaftlich ausgebildeter Rhetoriktrainer heute als gut empfinde - auf das Gut meiner Oma nach Sympathie brauchst du dir sowieso nichts einbilden. Deinen Prüfern muss es gefallen! Ich wäre nicht Andreas Marcel FISCHER, wenn ich an dieser Stelle nicht das Zitat meines Vorfahrens Leopold Friedrich Fischer nennen würde:


Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.

Schreib dir diesen Satz am besten vor jedem deiner Vorträge dick auf deine Hand! Denk dir bei jedem deiner Vorträge vorher und nachher: Wer entscheidet, ob mein Vortrag gut ist. Was findet diese Person, oder diese Personengruppe gut? Welche Erwartungen haben sie an mich an meinen Vortrag? Dann überleg dir: Wie gebe ich ihnen genau das, was sie gut finden.


Aber wir zwei, wir lernen natürlich nicht nur für einen Prüfer, wir lernen fürs Leben. Wer sich das rhetorische Handwerk aneignet wird vielen Menschen automatisch wirklich großartige Vorträge präsentieren können. Die Kunst der Rhetorik ist erprobtes wirkungsvolles Jahrtausende altes Wissen. Und doch zeichnet es eine gute Rednerin, einen guten Redner eben immer auch aus, genau zu wissen: Was will mein Publikum hören?


Wie ist es bei dir? Hast du selber schon mal etwas gemacht, das man eigentlich nicht so macht, weil du genau gewusst hast: So mag es die Person aber am liebsten? Schreib es mir in die Kommentare!


Hab Freude am Reden

Dein Andreas

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