Konflikte objektiver lösen lernen

Immer dann, wenn es in einem Gespräch darum geht, eine gemeinsame Lösung zu finden, haben wir gerne mal ein Problem.


Das eigentliche Problem

Ich will in den Urlaub nach Italien. Das ist dir relativ egal, du willst zum Ballermann. Ich versuche dich von Bella Italia zu überzeugen, du mich vom Ballermann. In solchen Momenten sind wir in unseren Positionen gefangen: "Ich will X du willst Y" und vergessen völlig, warum wir das eigentlich wollen?


Also was ist der eigentliche Grund dafür, warum ich nach Italien will? Gibt es vielleicht auch am Ballermann romantische Gässchen zum flanieren? Stell dir vor, in deinem Sportverein soll ein Vorstand gewählt werden und jeder will es werden.


Du hörst hundertmal "ich bin perfekt weil ich ...". Wenn du merkst: Jeder ist subjektiv in seinem ICH WILL ABER und ICH BIN DER DIE BESTE Modus, dann kann es dir helfen nach neuen objektiven Entscheidungskriterien zu suchen.


Warum das wichtig ist? Wenn du weiterhin nur die völlig subjektiven Überzeugungsversuche zulässt, was passiert dann? Streit und oder es gibt gar keine Lösung und Entscheidung am Ende: "Dann bleiben wir dieses Jahr halt daheim"


Das Umdenken

Wenn du dir mit deinem Gegenüber dahingehend einig wirst: "Hey lass es uns versuchen eine neue Lösung zu finden", dann starte damit: Stell dir die Frage: Wie sieht ein perfekter Urlaub für uns GEMEINSAM aus? Völlig nüchtern betrachtet: "Wie muss ein Urlaub aussehen, damit er uns beiden Spaß macht" - Denkt wirklich im WIR-Modus und schreibt alles auf, was euch einfällt und ... das ist das WICHTIGSTE dabei ...: worin ihr euch einig seit!


Stimmt also ab, ob ihr beide damit einverstanden seit, dieses Kriterium aufzuschreiben: Zum Beispiel: "Wir lieben doch beide den Strand? Ja, stimmt, schreibe es auf", "Wir mögen es warm: ja stimmt", "wir wollen eine kleine aber schöne Stadt, die man zu Fuß erreichen -nein, zu Fuß muss es nicht sein. Bus oder Auto ist doch okay" - könnt ihr euch in diesem Punkt einigen - aufschreiben, falls nein, weg damit!


Am Ende habt ihr jetzt eine Art Checkliste. Ihr habt beide Eigenschaften für einen perfekten gemeinsamen Urlaub gesammelt und könnt jetzt abgleichen:


"Würde denn Schweden passen?" Ja nein? Vielleicht merkt ihr plötzlich sogar gemeinsam: "Okay, Italien wär doch eigentlich ganz perfekt".


Ziel ist es weg vom "Ich will" hin zum "was wollen wir eigentlich". Das gleiche Spiel funktioniert auch mit dem Vorstand vom Verein. Jeder will - aber was wollen wir alle? Wir wollen einen Vorstand, der erfahren ist, was bedeutet erfahren? Mindestens 5 Jahre im Verein muss er sein. Was muss so ein Vorstand noch aufweisen können?


Er muss immer samstags die Sitzung leiten können und so weiter. Ich weiß: Am Anfang ist das schwer. Sobald du es aber schaffst selbst einen Schritt zurückzutreten und du überlegst dir: Was sind objektive Entscheidungskriterien, die mich, uns überzeugen?


Dann könnt ihr es schaffen auf neue und vielleicht bessere Lösungen zu kommen. Wie gehst du mit solchen Situationen um, in denen jeder nur auf seinen Vorteil schaut? Schreib es mir gerne in die Kommentare?

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