Endlich NEIN sagen lernen

"Nein" zu etwas oder jemandem zu sagen klingt oft einfacher gesagt, als getan! Aber es ist lernbar und wichtig!



Nein sagen? Mund auf, "Nein" sagen!

Für viele von uns ist das gar nicht so einfach! Es fühlt sich unterbewusst irgendwie falsch und schlecht an, "nein" zu sagen.


Eine freundliche Bitte von einem Bekannten, obwohl wir dazu keine Lust haben: "Ja okay". Es werden Freiwillige gesucht, keine Lust aber schlechtes Gewissen: "Ja okay".


Wieso glaubst du, fällt es vielen Menschen so schwer "nein" zu sagen? Wo fällt es vielleicht sogar dir schwer Nein zu sagen, obwohl du es willst? Schreib es mir gerne in die Kommentare.


Damit es uns allen leichter fällt, in für uns wichtigen Momenten Nein zu sagen: Hier drei Ideen, wie es einfacher werden kann.


Schritt für Schritt

Idee Nummer eins: Fange mit einem kleinen Nein an und trainiere dich zu deinem großen Nein hoch. Was meine ich damit?


Wie bei vielen Sachen, können wir auch beim Nein sagen lernen, besser und stärker zu werden. Es ist fast genauso, wie wenn du dir ein Bad nimmst.


Kerzen an, eins meiner Videos läuft im Hintergrund, du lauscht meiner Stimme, bist völlig entspannt. Wenn du dich jetzt in die Wanne legst und erst dann, wenn du drinnen liegst das Wasser aufdrehst, dann passiert etwas Spannendes:


Wenn du das Wasser langsam immer heißer und heißer werden lässt, dann gewöhnt sich dein Körper Schritt für Schritt an diese Temperatur. Wenn du aber vorher schon das heiße Wasser in die Wanne reinlaufen lässt und dann mit der Zehenspitze das Wasser antippst, dann: Heiß!


Genau so ist es mit deinen "Neins" im Alltag. Wenn du jeden Tag, Stück für Stück immer schwerere Situationen findest, in denen du Nein sagen willst, dann wirst du immer stärker!


Du musst wirklich ganz ganz klein anfangen. Es muss völlig mühelos passieren! Sonst verlierst du viel zu früh die Lust, wenn aus deinem Nein leider doch ein Ja geworden ist.


Mit klein meine ich wirklich, klitze klitze klitze machbar klein. Du kannst zum Beispiel erst rein mental damit anfangen: Also antworte auf alle Fragen die du heute auf Plakaten oder Zeitungen siehst geistig mit Nein: Irgendwo steht "Lust auf eine Pizza?" Nein?


Du kannst aber auch bewusst zu Reizen laut nein sagen: Das Telefon klingelt, Nein! Jemand klingelt an der Haustüre? Nein!


Bewusst Nein zu etwas sagen! Im nächsten Schritt, wenn du willst, vielleicht einen Tag später, startest du mit persönlichen Kontakten. Auch hier wieder langsam!


Wenn du beispielsweise im Supermarkt nach deiner Postleitzahl gefragt wirst, dann geht dir vielleicht schon dein erstes "Nein, das beantworte ich nicht " locker über die Lippen. Vielleicht stellen dir Menschen auch die Frage, ob du noch eine Apfeltasche haben möchtest: Nein.


Oder du machst deinen ersten bewussten Schritt indem du mir "NEIN" in die Kommentare schreibst. Das kann dein erstes Nein auf dem Weg zu einem heute wichtigen Nein sein!


Mach es nie grundlos

Kommen wir zu Idee Nummer zwei: Uns fällt es deutlich einfacher etwas zu verneinen oder abzulehnen, wenn wir dafür einen starken Grund haben. Dieser Grund ist wie eine Art innerliche Erlaubnis.


Da ist etwas, warum ich nein sagen DARF! Damit du dir diese Erlaubnis einfacher geben kannst, muss dir der Grund, warum du Nein sagen willst, wirklich wichtig sein!


Wenn du dich durch Zufall speziell auf eine Situation vorbereiten kannst und weißt: "Gleich werde ich wieder etwas gefragt werden, das ich irgendwie nur schwer abschlagen kann", dann überleg dir vorab: "Warum ist mir mein eigenes Vorhaben wichtiger?"


Frag am besten zwei, gerne auch drei Mal "Warum" - Warum ist mir das wichtiger? Wenn du dich nicht vorbereiten kannst, überleg dir, warum du zu oft ja sagst: Vielleicht weil du nicht auf deine eigene Lebenszeit achtest?


Warum ist es mir ab sofort wichtig, mehr Zeit für mich selbst zu haben?


Mein persönlicher Termin

Ergänzend dazu gibt es direkt Idee Nummer drei: Mach dir regelmäßig Termine mit dir selbst! Zum Beispiel Samstag: 13-20 Uhr Entspannung. Das ist ein von dir selbst geblockter Termin, ein Grund, der schriftlich vermerkt ist, der echt ist - es ist deine innere Erlaubnis, Samstags ab 13 Uhr nein zu sagen!


Übrigens: Ich bin davon überzeugt: Wer dich freundlich um etwas bittet und Bitten so formuliert wie Bitten formuliert werden sollten, dann akzeptiert dieser oder diese jemand auch DEIN Nein!


Es spricht viel mehr gegen dein Gegenüber, wenn dein Nein negativ interpretiert wird! Eine Bitte akzeptiert auch ein Nein!



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