Das wird dein bester Vortrag an der Universität

Du willst deine Prüfer nach deinem Vortrag auch zum Weinen bringen? In diesem Artikel gebe ich dir meine zehn wichtigsten Grundprinzipien für starke Vorträge.

Prinzip Nummer eins: Zielgruppe ansprechen

Dein Vortrag ist dann gut, wenn ihn deine Prüfer gut finden. Deshalb kenn deine Zielgruppe. Nur wenn du wirklich weißt, wer deinen Vortrag beurteilt oder bewertet, nur dann kannst du ihn zielgerichtet gestalten.


Eine der ersten Fragen, die ich deshalb bei meinen Rhetorik Trainings frage lautet: "An wen richtet sich dieser Vortrag". Ganz extrem dargestellt: In einem Kindergarten wirst du eine andere Wortwahl, andere Bilder benutzen, wie bei einem Vortrag vor deinem Prof.


Versuche so viel es geht über diese Menschen herauszufinden


Prinzip Nummer zwei: Kenne und erfülle die Must-Haves.

Wenn es Vorgaben für deinen Vortrag gibt: einhalten! Wer Zeitvorgaben, Formatierungsgeschichten oder sonstige offensichtliche Vorgaben nicht eingehalten hat, die oder der hats (sorry) leider auch nicht anders verdient und verspielt eben wichtige Punkte.


Prinzip Nummer drei: Versteh dein Thema

Jeder deiner Prüfer merkt sofort: versteht sie oder er das, was da gerade vorgetragen wird? Recherchiere so ausführlich wie nur möglich zu deinem Thema, versteh es!


Wer das, was er präsentiert wirklich versteht, der steht meistens auch direkt sichtbar selbstbewusster hinter dem, was er oder sie gerade vorträgt.


Überleg mal wie leicht es dir fällt über dein Hobby zusprechen. Du kennst es, du liebst es.


Ich weiß, bei einigen Themen ist das wirklich schwer und die Motivation sich damit auseinanderzusetzen gleich Null. Dann hilft vielleicht das:


Setz diesen Vortrag in einen neuen Rahmen. Das ist ein dummes Thema, ja aber es ist die perfekte Übung in meinen Vorträgen besser zu werden.


Prinzip Nummer vier: Kristallklare Struktur

Nur wenn der inhaltliche Aufbau Sinn ergibt, macht es für mich auch Sinn dir zuzuhören. Am Besten teilst du mir direkt am Anfang mit: Was erwartet mich und wie werden wir weiter vorgehen.


Wenn du diese Frage direkt am Anfang beantwortest, lenkst du meine Erwartungen und ich werde am Ende nicht enttäuscht werden.


Prinzip Nummer fünf: Anfang und Ende müssen sitzen

Zwei ergänzende Punkt zum Thema Struktur. So wie die beste Geschichte einen Anfang und ein Ende hat, so solltest auch du diesen beiden Elementen fast schon deine größte Aufmerksamkeit schenken!


Achte auf einen aufmerksamkeitsstarken Anfang und ein erleuchtendes Ende. Warum? Hier sind die Menschen am aufmerksamsten UND der erste Eindruck zählt ... aber der letzte bleibt in Erinnerung!


Prinzip Nummer sechs:

Weiter gehts mit Coco Chanel. Die berühmte Modedesignerin soll einmal gesagt haben: "Lebenskunst ist die Kunst des richtigen Weglassens. Das fängt beim Reden an und endet beim Dekolleté."


Ein wundervoller Gedanke und unglaublich wichtig! Wenn du in deinem Vortrag überzeugen willst, dann sprich nur über Relevantes. Lass beim Inhalt alles weg, was keine Relevanz für deine Zielgruppe hat! Deine Zielgruppe sind Experten für Duftkerzen? Erkläre ihnen nicht was eine Duftkerze ist!


Prinzip Nummer Sieben: Hab Begleitmedien!

Viele benutzen PowerPoint weil es jeder macht. Warum eigentlich? Wenn es keine Vorgaben gibt, welches Medium du benutzen musst, dann nimm das, was dich und deinen Vortrag am besten begleitet! BEGLEITmedium!


Glaub mir eins, wenn du jetzt zum Spiegel rennst und reinschaust, was siehst du dann? Wir wissen beide, du siehst einen bildhübschen, wundervollen und hoch attraktiven Menschen...


Dieser Mensch ist auch im Vortrag mein bezaubernder Fokus! Und er muss es bleiben! PowerPoint, Flipchart und Co runden deinen Vortrag nur ab und begleiten DICH! Hast du selber schon einmal eine sehr unübliches Begleitmedium hergenommen? Wie kam es an - schreib es mir unbedingt in die Kommentare.


Prinzip Nummer Acht: Blickkontakt

Immer wieder hör ich von Rhetorikseminaren, bei denen es heißt: Sucht euch einen Fixpunkt einige Zentimeter über den Köpfen der Menschen und schaut nur dorthin.


So fühlt sich jeder angesehen und ihr müsst ihnen nicht unangenehm in die Augen schauen.


Erstens WIRST du mit dem richtigen Trainer an deiner Seite selbstbewusst hinter deinem Vortrag stehen und jedem in die Augen schauen!


Zweitens: Es ist ein riesen großer Fehler zu denken, kein Blickkontakt würde irgendwas einfacher machen. Das Gegenteil ist der Fall. Wer nur bei sich selbst ist und Blicke vermeidet, neigt zu schnellem und monotonen Sprechen.


Du bist mehr bei dir im Monolog, als dass du in einer Art verbale Gesprächsform übergehst. Von daher: Schau dein Publikum und vor allem deine Prüfer immer wieder an. Zeig ihnen: "Ich spreche zu euch und nicht einfach nur über etwas!


Prinzip Nummer Neun: Vermeide Interpretationsspielraum

Kurz vor dem Ende gibt es noch einen ganz besonderen Aspekt, der für mich einen großartigen Vortrag auszeichnet.


Vermeide alles, was für dein Publikum mehrdeutig sein kann. Menschen interpretieren blitzschnell und eiskalt.


Du spielst an deinen Haaren herum: "Ach schau an, wie nervös sie ist", du sagst ständig "Ähm ähhhh ähhh" - Kann der nicht normal sprechen?


Dein Ziel muss es sein, dich so gezielt und bewusst wie nur möglich zu verhalten. Alles passiert mit einer gezielten Wirkungsabsicht! Deshalb werde dir deiner Wirkung bewusst. Hol dir Feedback von Freunden oder hol dir einen wirklich guten Rhetorikkurs (buche gerne direkt dein Erstgespräch bei mir ;))


Prinzip Nummer Zehn: Experten holen

Kommen wir zum letzten Prinzip: Hol dir eine oder einen Experten der dir zeigt wies geht. Wenn du ein Handwerk lernen willst, dann machst du eine Ausbildung oder lässt es dir von jemandem zeigen, bei dem du weißt, der oder die ist gut darin.


Dein Vortrag ist auch eine Art Handwerk ... oder besser gesagt ein Mundwerk. Wir leben in der Welt des Internets. Zu fast allem findest du wirklich gute Anleitungen und Online Kurse. Nutze dieses Angebot. Das ist ein Investment in deine rhetorische Zukunft.


Eine Stunde Videokurs statt eine Stunde Netflix macht dich vielleicht zukünftig in allen Vorträgen direkt eine Note besser.



Hab Freude am Reden

Dein Andreas

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